Historie GFC
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Geschichte des Hutbergs
Lage und Bedeutung
Der Hutberg ist ein 371,5 Meter hoher Berg in der Östlichen Oberlausitz in Sachsen. Er liegt gegenüber der Ortsmitte von Großschönau oberhalb des Mandautals und gehört zum Großschönauer Becken- und Kuppenland. Sein Name leitet sich vermutlich von der früheren Nutzung als Hutung, also als Viehweide, ab.
Schon im 18. und 19. Jahrhundert war der Hutberg ein beliebter Ort für große Volksfeste. Dort wurden unter anderem Friedensschlüsse, königliche Jubiläen und die Rückkehr des sächsischen Königs gefeiert. Musik, Feuerwerke, beleuchtete Anlagen und Festumzüge machten den Berg zu einem wichtigen Veranstaltungsort. Außerdem entstanden Büsten und Erinnerungsorte für bekannte Persönlichkeiten wie Kaiser Wilhelm I., Otto von Bismarck, Helmuth von Moltke, Theodor Körner und Turnvater Jahn.Der Rückkauf des Hutbergs
Ursprünglich gehörte der Hutberg zum Rittergut Großschönau. Als Hertwig von Nostitz das Gut 1587 verkaufte, ging der Berg an die Stadt Zittau über.
Die Großschönauer wollten den Hutberg jedoch wieder selbst besitzen. Deshalb gründeten engagierte Bürger 1876 ein Komitee für den Rückkauf. Die Einwohner sammelten dafür Geldspenden von Haus zu Haus. Am 1. April 1877 wurde der Hutberg schließlich Eigentum der Gemeinde Großschönau. Damit begann seine Entwicklung zu einem wichtigen Naherholungs- und Kulturzentrum des Ortes.Ausbau und Hutbergbaude
Bereits 1877 begann der Gastwirt Friedrich Frenzel mit dem Bau einer Gaststätte. Die Hutbergbaude wurde 1878 eröffnet und entwickelte sich schnell zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt Großschönaus. Ein Hutberg-Verein kümmerte sich in den folgenden Jahren um Wege, Anlagen und weitere Gebäude. Es entstanden unter anderem Pavillons und Veranden sowie Beleuchtungs-, Wasser- und Gasanschlüsse. Viele Einwohner unterstützten den Ausbau durch freiwillige Arbeit oder Spenden.
1910 ging die Hutbergbaude in den Besitz der Gemeinde über. Ab 1974 nutzte der Grußschinner Faschingsclub (GFC e. V.) die Baude für seine weit über Großschönau hinaus bekannten Faschingsveranstaltungen. Der Verein besteht seit 1973 und pflegt bis heute das Brauchtum Fasching, Fastnacht und Karneval. Neben der Faschingssaison finden dort auch Sommerveranstaltungen, Konzerte und Familienfeiern statt.Verfall und Wiederaufbau
1989 begann eine umfassende Sanierung der Hutbergbaude. Durch die politische Wende wurde diese jedoch abgebrochen. Das Gebäude stand anschließend mehrere Jahre leer und verfiel durch Vandalismus.
1996 beschloss der GFC e. V., die Ruine in Erbpacht von der Gemeinde Großschönau zu übernehmen und wieder aufzubauen. Mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer, Sponsoren und Handwerker wurde die Baude Schritt für Schritt saniert und wiederbelebt.
Heute ist die Hutbergbaude ein Kultur- und Veranstaltungszentrum, steht unter Denkmalschutz und ist eng mit dem kulturellen Leben Großschönaus verbunden. Der Hutberg ist damit bis heute ein wichtiges Wahrzeichen von Großschönau.



















